— 26—
bin es meinen treuen Rittern ſchuldig, und will ſie, trotz Leben oder Tod, an ihrem Feinde raͤchen!“ Darauf griff der Koͤnig nach ſeinem Speere und ſchwang ſich auf ſein Roß. Als ihm ſein Stallmeiſter den Zuͤgel hielt, ſtuͤrz⸗ ten dieſem die Eingeweide aufs Knie.„Ach— ſagte der edle Koͤnig— daß ich ſo etwas erleben muß, und dieſer gute Ritter in meinem Dienſt erſchlagen iſt!“ Dann ſpornte er mit eingelegtem Speere auf Mordred los, und rief:„Huͤte Dich wohl, Verraͤther, denn Dein Tod iſt nahe.“ Mordred ſchwang in wilder Wuth ſein Schwert, aber des Koͤnigs“ Speer bohrte ihn durch und durch. Als Mordred nun ſich zum Tode getroffen fuͤhlte, rannte er noch tiefer in den Speer und verſetzte dem Koͤnige einen toͤdtlichen Schlag⸗ Mordred ſtarb voll Ingrimm auf der Stelle, aber der Koͤnig hatte viel Blut verloren, als er zum Herzog zuruͤckge⸗ kehrt war. Da ſprach er nun zu Lukyn ſo:„Du warſt im⸗ mer mein treuſter Ritter, nimm nun mein Schwert Excali⸗ bar, das an meiner Seite haͤngt; nimm meinen treuen Ex⸗ calibar und wirf ihn dort in den Fluß, denn ich brauche fuͤrder unter dieſem Baume keine Waffen mehr.“ Und dann ſprach er zu ſeinem Schwerte die Worte⸗
Und leb du wohl mein treues Schwert, Kein beſſeres hatte ein Ritter je;
Mit dir hab ich mir abgewehyt Manchen Feind in den Schlachten eh.
Nit dieſem Schwerte hab' ich oft Gemäht auf blutgem Felde Aehren;


