gelb zu werden; nur zwei ſpaͤrliche Locken hingen um die Ohren, und leider fehlte dem uralten Geſichte der lang hin⸗ unter wallende Bart. Indeſſen trug der Mann die Haupt⸗ charakteriſtik des Barden— die Harfe, und wie des Befehls gewaͤrtig, ſtellte er ſich an das eine Ende des Saales, indem er die Arme auf der Harfe ruhen ließ. Das Feuer, welches man in den Augen des Barden vermißte, entzuͤndete ſich in denen des Squire beim Eintritt dieſer Erſcheinung. Er ſprang von ſeinem Seſſel auf, und rief:
Ehrenwerthe Herren aus echt Waͤlſchem Blute, und edle Gaͤſte an Walladniors Tafel! Heut⸗ iſt der Jahres⸗Tag gro⸗ ßen Ruhmes unſerer Waͤlſchen Ahnen.— Heut' iſt Urrins Siegestag. Nicht unfeierlich darf er bei Kymmeriſchen Nachkommen begangen werden. Seht dieſen Barden an! Erkennt einer von Euch, wer der Greis mit den zitternden Armen, mit den todten Blicken iſt?— Man ſah den Bar⸗ den an und ſchwieg— Es iſt der letzte Barde Kymmeriens, Parry von Rhivabon. Unſre Annalen erwaͤhnen ſeiner vor Decennien. Seitdem war er verſchollen und galt laͤngſt fuͤr todt. Mir iſt es gelungen, von ſeinem Leben zu erfahren, das er in Duͤrftigkeit und Vergeſſenheit fuͤhrte; zum Feſte Flamdewyns habe ich den Todtgeglaubten heraufgerufen. Wohlan denn, Saͤnger, ſtimme Thaließins Lied an!
Der alte Mann raͤuſperte ſich noch einmal und fang


