Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1826)
Entstehung
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alle Bitten ihrer ehrwuͤrdigen Freundin, nur noch bis zum anderen Tage zu bleiben, blieben frucht⸗ los. 3

Gewiß, liebe Maria, ſagte Mſtrs Len⸗ nox in flehendem Tone,werden Sie es mir nicht abſchlagen, mich noch einen Tag zu⸗ begluͤk⸗ ken? Es gewaͤhrt mir eine ſo große Gluͤckſelig⸗ keit, Sie und meinen Carl zuſammen zu wiſſen. Ich dachte nie, daß mir ein ſolches Gluͤck noch zu Theil werden wuͤrde. Gott hat mir doch wohl noch etwas Gutes fuͤr meine letzten Tage aufgeſpart! Verlaſſen Sie mich nicht, wenn ich eben anfange aus dem Frendenbecher zu nip⸗ pen! Mitt jenem ruͤhrendem Weſen, wel⸗ ches Maria ſtets unwiderſtehlich lan umſieng ſie ihre junge Freundin.

Bei dieſer Gelegenheit widerſtand aber Ma⸗ ria jedem Fiehen. Zum erſtenmal in ihrem Le⸗ ben war ſie taub gegen die Bitten des Alters oder des Ungluͤcks. Nur diejenigen, welche es gewoͤhnt ſind zum Gluͤck Anderer beizutragen, vermoͤgen zu fuͤhlen, wie ſchwer es einem groß⸗ muͤthigen Herzen wird, ſogar den Schwaͤchen, derer die es liebt, zu widerſtehen. Allein Ma⸗ ria fuͤhlte, daß ſie der Freundſchaft ſchon ſo große Opfer gebracht habe, und fuͤrchtete uͤber⸗ dies die Vorwuͤrfe und den Spott ihrer Ver⸗

wandten zu Beech⸗Park. Daher blieb ſie ſtand⸗ haft bei ihrem Entſchluß, den ſie jedoch durch