Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

öy nunnenEEEE

30 3 Marien zu beſaͤuftigen und zu zerſtreuen; doch ſchmeichelte ſie ſich, die Zeit wuͤrde bald ihre hef⸗ tigen, jugendlichen Empfindungen ſchwaͤchen.

Fuͤnfhundert Perſonen, maͤnnliche und weib⸗ liche, zu Fuß und Roß, begleiteten den Laird von Glenfern zum Grabe. Benenck prumbte in der neuen Peruͤcke, und der Herbſt ſtreute ſeine Blaͤtter auf den Sarg, als man ihn langſam durch das Thal trug!

IV.

*

Das menſchliche Leben gleicht einem verwor⸗ nen Zwirnknaͤul. Wenige Truͤbſale ohne Mil⸗ derung, kein Gluͤck ohne eigenen bittern Zu⸗ ſatz. So wie die meiſten heiß und lange erſehn⸗ ten Begebenheiten, auf welche der Menſch ſeine Erwartungen gruͤndet, nur Theilweiſe erfuͤllt wer⸗ den, eben ſo begluͤckte die Geburt des Erben von Glenfern die Familie nicht in dem erwarteten Maße. Der traurige Vorfall, welcher ſeinen Tauf⸗ tag bezeichnete, verſetzte ſeine Augehoͤrigen in tiefe Trauer. Zwar milderte die alles heilende Zeit, die Heftigkeit des Schmerzes und fuͤhrte die Leidtragenden wieder zu ihren gewoͤhnlichen Beſchaͤftigungen; aber auch die Freude uͤber die Geburt des Knaben, verlor ihre Neuheit, und X