Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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Des Fruͤhlings ſußer Veilchenodem Ernähre deiner Aeſte Kranz:

Es lohnte Rom mit Eichenkronen Der edlen Arbeit Siegerglanz!

Und du, o Veyſpiel edh Kuͤhne! Verzeih', wenn ſchoͤn're Blumen nicht, Im Ueberfluß die Aſche ſchmuͤcken Von deren Werth die Thraͤne ſpricht. Aurorens zarte Toͤchter heiſchen Der reinern Luͤfte friſches Spiel; Da nie die Sonne, die ſie ſeegnet, Auf dieſe ſtille Dede ſiel.

Hier hoͤrt man nur des Zornes Wuͤthen Auf farbenloſen Fluren gehn:

Und von des Boreas Ergrimmen, Den Reitz der Erde ſchnell verwehn.

Hier hullt, wie ich, in tiefe Trauer Natur des Lenzes Frende ein,

Und ſie kann nicht mit ſchwachen Haͤnden Auf dieſen Huͤgel Blumen ſtreun!

Ruh' friedlich hier, geliebter Schatten! Ach! als dein Lebensfaden brach,

Von der Verzweiflung abgeriſſen, Belohnte ſich dein Ungemach.

Der Himmel oͤffnete die Pforten, Empfing die treue Seele dort,

Die ihres Koͤnigs Schmach hier raͤchte— und immer bluͤht ſein Name fort!