193
wuͤrdigen Freundin, Miß P. Macpry, von Dir machten. O, Maria, wie haſt du uns Al⸗ le getaͤuſcht!!! Welch einen Dolch haſt Du in unſere Herzen geſtoßen! Deine arme Tante Grishelde! Wie blutet mein Herz fuͤr ſie! Welche ſchwierige Rolle muß ſie ſpielen! und zwar in ihrem Alter! mit ihren feinen Ge⸗ fuͤhlen! mit ihrer grenzenloſen Anhaͤnglich⸗ keit an das edle Haus Maclaughlan! Welch ein Schlag! und ein Schlag von Deiner Hand! O, Maria, ich muß Dir wiederholen, wie ſehr Du uns Alle getaͤuſcht haſt!!! Glau⸗ be aber nicht daß ich Dir Vorwuͤrfe machen will! Viele, ſchwere Schuld ruht, ohne Zweifel, in den Irrthuͤmern, in den Fehlgriffen Deiner Erziehung! Aber ſelbſt dieſe vermoͤgen Dein Be⸗ tragen, bei der jezigen Gelegenheit, nicht zu rechtfertigen! Du biſt nunmehr,(ich bekla⸗ ge es ſagen zu muͤſſen!) in die Jahre gekom⸗ men, in denen Du das Rechte vom Unrechten ſichten kannſt; oder doch, wenn Dir Zweifel aufſtoßen, diejenigen fragen mußt, von denen Du uͤberzeugt biſt, daß ſie zu Deiner Leitung geſchickt ſind. Aber, ſtatt deſſen, haſt Du ei⸗ nen ganz entgegengeſezten Plan verfolgt. Ein Plan, welcher Dich ins Verderben haͤtte ſtuͤrzen koͤnnen! O, Maria, ich kann es Dir nicht ge⸗ nung wiederholen, wie ſehr Du uns Alle getaͤuſcht haſt!!! Von keinem Munde, auſſer aus dem der Miß Macpry wuͤrde ich geglaubt haben, was ich habe hören muͤſſen. Nemlich,


