Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

26

Dir ganz aufrichtig zu ſagen, daß Deine Hand⸗ ſchrift ſich keinesweges verbeſſert hat. Es ſieht nicht aus, als verwendeteſt Du die Sörgfalt darauf, i Du darauf verwen⸗ den ſollteſt. Ich verſichere Dich, liebe Ma⸗ ria, daß Du nie etwas recht machen wir ſt, wenn Du Dir keine Muͤhe gieb ſt. Unſere herrliche Großmama, die gute Lady Girnach⸗ gowl, pflegte zu ſagen: Muhe bringt Ge⸗ winn. Wahrlich, bei ihr wurde das Sprich⸗ wort zu einem wahren Wort, denn nur ihrer Muͤhe haben wir es zu verdanken, daß die Girnachgowlſchen Beſitzungen wieder eingeloßt wurden, und in den Zuſtand kamen, in wel⸗ chem ſie jetzt ſind; nemlich eine ſehr ti Beſitzung wurden.

Ich weiß es recht gut, daß es Viele jun⸗ ge Leute giebt, die es unter ihrer Wuͤrde hal⸗ ten, ſich Muͤhe zu geben; Du aber, liebe Ma⸗ ria, biſt doch wohl zu verſtändig, um ſo ths⸗ richt zu ſeyn. Nächſt einer guten Handſchrift

und einer richtigen Interpunktation,(die Du,

wie ich bemerke, ſehr vernachlaͤßigeſt), mußt Du, vor allen Dingen, auf Deinen Styl Acht haben; der, wie wir Alle glauben, durch ein wenig Nachdenken von Deiner Seite, und durch einige richtige Lehren von Seiten Deiner Freunde, gebeſſert werden koͤnnte. Wir Alle ſind der Meinung, daß Deine Perioden zu kurz ſind, und daß es Deinen Ausdruͤcken an der