Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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10 Monſieus und Madams immermehr. Ein derber Haͤndedruck begleitete dieſen feinen Will⸗ kommen.

Die Thraͤnen, welche die verfeinerte Ju⸗ liane bisher zuruͤckgehalten hatte, ſtroͤmten jetzt ihre Wangen herab. Sie lehnte das Köpfchen auf die Stuhllehne und uͤberließ ſich ihrem Schmerz.

Die lauten, ängſtlichen Fragen ihrer unver⸗ feinerten Verwandten ließ ſie unbeantwortet, reichte ihrem Gatten die Hand, und rief ſchluch⸗ zend:Ums Himmelswillen, erloͤſe mich von dieſem Orte!

Ueber ein ſo kindiſches Benehmen gekraͤnkt, beſchaͤmt und erzuͤrnt, ſtammelte Douglas etwas uͤber Julianens Bangigkeit und Er⸗ muͤdung, und bat, man moͤge ihm ein Zimmer anweiſen, wohin er ſeine beinahe lebloſe Gattin alsbald fuͤhrte. Die drei Tanten folgten auf dem Fuße nach, und alle drei riethen, in einem Athem und alle zu gleicher Zeit, der Kranken

hundert verſchiedene Mittel an.

Um Gotteswillen, hilf mir von ihnen! fluſterte Juliane mit ſchwacher Stimme, in⸗ dem ſie ſich den vielen Haͤnden entzog, die

wechſelweiſe ihre Haͤnde und ihre Stirne beta⸗

ſteten.

Nach wiederholten Bitten und Entſchuldi⸗ gungen des Gatten, beliebten die Tanten ſich endlich hinweg zu begeben. Heinrich nahm

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