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„Komm, Kind! und ſetze dich zu mir,“ ſagte der alte Graf von Courtland zu ſeiner Toch⸗ ter, die er in ſein Studierzimmer hatte rufen laſſen,„ich wünſche eine kurze, aber ernſthafte Unterredung mit dir zu haben. Laß deine Hunde hinaus, und mache die Thuͤre zu.
Lady Juliana klingelte nach einem Vedien⸗ ten, der die Venus wegtragen ſollte„ legte den Pluto auf den Sopha, und gebot ihm Ruhe, nahm den Kupido auf den Arm, und verſicherte dem edlen Grafen, indem ſie ihren Liebling kuͤßte, ihre Huͤndchen wuͤrden recht artig ſeyn, und ſie ſei bereit ſeine Befehle zu vernehmen.
„Du biſt nun, wie mir duͤnkt, ſiebzehn Jahre
alt, mein Kind,“ ſagte der Graf in feierlichem wichtigen Tone. „Und ein halbes Jahr druͤber, Papa.“ s iſt daher Zeit, an deine Vermaͤhlung denken. Haſt du nicht ſelbſt ſchon daruber nnachgedacht?— Juliane ſchlug die ſchoͤnen Augen nieder und ſchwieg. „Da ich dir kein großes Vermogen mitgeben kann, ſo haſt du freilich keine großen Anſpruche auf eine glänzende Verſorgung zu machen.“ eheſtand 11 Bt. 1
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