Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

16

Geht man auf der einen Seite außer⸗ halb der Halle einige Schlafgemaͤcher vorbei, ſo gelangt man in eine ſchmale Gallerie, die mit Bruſtbildern, meiſtens in der ſpa⸗ niſchen Tracht des ſechszehnten Sehhnizo behangen iſt.

In einem dieſer Schlufgemicher beſindet ſich eine Bettſtelle mit blauen Vorhaͤngen, welche die Zeit duͤnn gemacht und verſchoſſen hat. Unten an einer der Gardinen iſt ein kleines Stuͤck ausgeſchnitten und wieder ein⸗ geſetzt, ein Umſtand, der dazu dient, die Wehrhes der folgenden Kihi zu beglaubigen.

Es war in einer finſtern, regnigen No⸗ vembernacht, daß eine alte Hebamme, die muͤßig an dem Feuerheerd ihrer Huͤtte ſaß, durch ein plotzliches Pochen an ihre Thuͤr aufgeſchreckt ward. Wie ſie oͤffnete, erblickte ſie einen Reiter, der ihr ſagte: daß eine vornehme Dame ihres Beiſtandes unverzůg⸗ lich beduͤrfe, daß ſie ſehr gut belohnt werden wuͤrde; aber es wären Urſachen vorhanden, die Sache ſehr geheim zu halten, weshalb