Aber der Sommermond bringt andern Wechſel, aus der Knospe werden Bluͤthen, aus Bluͤthen Fruͤchte, und die Jahre des Lebens fuͤhren das Kind zum Juͤngling, den Juͤngling zum Mann; und bald ſieht man in Rokebys Waͤldern einen ſtattlichen Pur⸗ ſchen im Jagdgruͤn. Gern umlauert er den
wilden Eber in ſeinem dunklen Verſteck auf
Greta's Ufern, und ſucht das minder ver⸗ ſchlagne Reh mit toͤdtendem Blei zu erlegen; lieber noch erklimmt er in den ſchoͤnen Herbſt⸗ tagen den laubigen Stamm des Haſelbuſches und ſchuͤttelt, was erbricht, in Mathildens ausgebreiteten Schleier. Und ſie, deren Schleier dieſen Regenſchauer aufnimmt, iſt faſt daruͤber erſchrocken, denn ſie kennt nun ihre Gewalt. Einen Mentorſtolz annehmend, wirft ſie Redmond ſeine gefahrvollen Streiche vor; und lauſcht gleichwohl gefaͤllig, wenn er ihr von dem grimmigen Thier, ſeiner Wuth und dem ihm geleiſteten Widerſtand erzahlt. Wie zum Zeichen ſeiner Niederlage“ die Hoͤrner erklangen, daß Fels und Gehoͤlz antwortend wiederhallten; dann erſtaunt ſie,


