Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

zuhsren, waͤhrend die Kindheit zu ihren Fuͤßen gelagert, ſich libevoll an ihren Gur⸗ tel hielt.

Bleiben wir hier! ſprach Mäthilde und ſetzte ſich in den gruͤnen Schatten. Durchs Ungefaͤhr zuſammen getroffen, koͤnnen wir wohl eine der Freundſchaft geweihte Stunde dem neidiſchen Glück entwenden. Du, ſtets guͤtiger Wilfrid, mußt der ſchweſterlichen Freundin Deinen Rath geben. Und Du, Redmond, wirſt, auf meine Bitte, eine verzweifelte Verfolgung unterlaſſen. Ein Pfand iſt meiner Sorge anvertraut, gefäͤhr lich fuͤr mich, die ich Waiſe und allein bin, da der Burgherr gefangen und das beſiegt iſt.

Mit ſeiner gewoͤhnlichen anmuth ſetzte ſich Wilfrid zu ihr auf den Raſen; aber ſie

ſchwieg, ſchlug die Augen nieder, ohne den

jungen Redmond zu bitten, daß auch er ſich zu ihr ſetze; der, ihre zarte Verlegenheit be⸗ ruckſichticend, ſich beſcheiden zuruͤckzog, um unbemerkter betrachten zu koͤnnen, was er liebte.

,