Teil eines Werkes 
7. Theil (1832)
Entstehung
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122 des Kämpfers entſchiede, welcher die dem Gefechte vorangehende Nacht in der Kapelle zubrächte.

In Anſehung des Geſchlechts einer betheiligten Per⸗ ſon hat der Verfaſſer unſere Frau von den gebrochnen Lanzen gewählt, als eine paſſendere Beſchützerin als den heiligen Druſas für Amazonen, welche in dieſem Zeitalter nicht ſelten waren. Zum Beiſpiel Göta, die Gemahlin des furchtbaren Helden Robert Guiscards, des Vaters eines Heldengeſchlechts, war ſelbſt eine Amazone; ſie kämpfte in den erſten Reihen der Nor⸗ männer, und unſere kaiſerliche Geſchichtſchreiberin Anna Comnena thut ihrer mehrmals Erwähnung.

Der Leſer kann ſich leicht denken, daß ſich der Graf von Paris unter ſeinen Waffenbrüdern und Kreuzzugs⸗ gefährten hervorthat. Sein Ruhm erſchallte von den Mauern Antiochiens herab; aber in der Schlacht von Doryläum wurde er ſo furchtbar verwundet, daß er außer Stand war, an den meiſten Auftritten des ganzen Feldzugs Theil zu nehmen. Seine Heldenge⸗ mahlin hatte jedoch das unbegränzte Glück, die Mauern von Jernſalem zu erſteigen, und ſo ihr eigenes wie das Gelübde ihres Gemahles zu erfüllen. Dieß war um ſo glücklicher, als die Aerzte den Ausſpruch ge⸗ than hatten, daß die Wunden des Grafen mit ver⸗ gifteten Waffen geſchlagen worden ſeyen, und daß er keine vollſtändige Heilung hoffen könne, als wenn er zu der Luft ſeines Vaterlandes ſeine Zuflucht näh⸗ me. Nachdem der Graf einige Zeit in der eitlen Hoff⸗