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17 von Hoffnungen, von Wünſchen, von Aerger und Un⸗ willen zu denken, welche ſein früheres Daſeyn bezeich⸗ net haben. Aber die Wunden vernarben mit der Zeit, und ganz verſchiedene und lobenswerthere Geſinnungen treten an die Stelle der erſten, welche ſich endlich in Vergeſſenheit verlieren. Die Freuden und Ergößlich⸗ keiten der Welt beſchäftigen nicht mehr die Zeit des⸗ jenigen, über welchem die Pforten der Verzweiflung geſchloſſen ſind. Ich will es euch ſagen, mein guter Arzt, daß ich eine Zeit lang den wahnſinnigen Ver⸗ ſuch machte, mich in Freiheit zu ſetzen, und einen beträchtlichen Theil eines natürlichen Felſen durchbohrt habe. Aber der Himmel heilte mich von einem ſo tol⸗ len Gedanken; und wenn ich es nicht ſo weit gebracht habe, den Alepius Comnenus zu lieben, was nicht möglich war, ſo lange ich den Gebrauch meiner Ver⸗ nunft behielt, ſo mußte ich doch, je mehr ich meine eignen Irrthümer, Fehler und Thorheiten einſah, deſto mehr die Ueberzeugung gewinnen, daß Alexius nur das Werkzeug geweſen war, deſſen ſich der Himmel bedient hatte, um ſein Strafrecht an mir wegen mei⸗ ner Miſſethaten und Suͤnden auszuüben, und daß ich folglich den Kaiſer nicht zum Gegenſtande meines Haſ⸗ ſes machen ſollte. Und gegenwaͤrtig kann ich euch ver⸗
ſichern, ſo viel nehmlich ein Menſch, in welchem eine ſo ſchreckliche Umwälzung vorgegangen iſt, ſeine eignen
Geſinnungen zu kennen vermag, daß ich keinen Wunſch verſpüre, der Nebenbuhler des Alexius in der Herr⸗ W. Scott's ſaͤmmtl. Werke. 1698 Bochn. 2


