Teil eines Werkes 
7. Theil (1832)
Entstehung
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Auf dem Bosphorus, welchen man in der Ferne ſehen konnte, lag die kleine Flotte Tankred's an dem⸗ ſelben Orte vor Anker, wo ſie in der verfloſſenen Nacht angekommen war, und über den Landungsort gebieten konnte. Tankred hatte es vorgezogen daſelbſt zu blei⸗

ben, und nicht während der Nacht in Conſtantinopel

zu landen, weil er nicht wußte, ob er als Freund oder Feind empfangen werden würde. Indeſſen hatten die Griechen dieſe Friſt benutzt, um, entweder auf Befehl des Alexius, oder einiger Verſchworenen, ſechs wohl⸗ bemannte, und mit den damaligen Angriffswerkzeugen der Griechen zur See gut verſehene Kriegsſchiffe da⸗ hin zu bringen, und ſie ſo zu ſtellen, daß ſie den noth⸗ wendigen Landungsplatz der Truppen Tankred's deck⸗ ten. 5 Dieſe Vorbereitungen verurſachten Tankred einige Ueberraſchung, weil er nicht wußte, daß dieſe Schiffe in der vergangenen Nacht aus Lemnos angekommen waren. Indeſſen der unbändige Muth dieſes Fürſten wurde dadurch keineswegs erſchüttert, ſo groß auch immer die unerwartete Gefahr ſeyn mochte, welche jetzt ſeiner Unternehmung zu drohen ſchien.

Dieſen glanzvollen Anblick, deſſen Beſchreibung uns zu einer kleinen Abſchweifung veranlaßt hat, genoß der Arzt und Urſel von der Höhe einer der erhaben⸗ ſten Terraſſen des Blakernal herab. Nach der Stadt zu war dieſe Terraſſe von einer beträchtlichen hohen Mauer umgeben, welche dem Dache eines niedrigeren