Teil eines Werkes 
6. Theil (1832)
Entstehung
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ihr entſchloſſen ſeyd, ſagte er, euch mit der Bewah⸗ rung meiner Ehre zu befaſſen, ſo bin ich hier in die⸗ ſem Augenblicke euer Gefangener, und habe kein Mit⸗ tel, mich eurem Willen zu widerſetzen. Wenn ich ein⸗ mal wieder in Freiheit bin, ſo gehört mir der freie Gebrauch meiner Lanze und meiner Tapferkeit von Neuem.

Mag ſeyn, Herr Paladin, antwortete die Prinzeſſin mit ſehr ruhigem Tone; doch habe ich große Hoffnung, daß weder die eine noch die andere euch in Händel mit dieſen Teufelstrotzern von Paris, mit Mann oder Weib, verwickeln wird, und daß wir die Größe eures Muthes nach den Grundſätzen der Griechiſchen Philo⸗ ſophie und dem Urtheile unſerer barmherzigen Frauen, gber nicht der von den gebrochenen Lanzen ſchätzen werden.

In dieſem Augenblicke geſchah ein gebieteriſches Klo⸗ pfen an die Thüre, und ſchreckte den Caͤſar und die beiden Damen mitten in ihrer Unterhaltung auf.