Teil eines Werkes 
6. Theil (1832)
Entstehung
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des griechiſchen Reichs nicht ſchwer geworden, auf gleiche Weiſe dieſen zweiten Schwarm zu zerſtreuen, wenn ſchon er ſeinen Gottfried, ſeinen Bohemund und ſeinen Tankred zu Anführern hat.

Der Patriarch gab keine Antwort; denn obgleich er die Kreuzfahrer nicht liebte, ja ſelbſt verabſcheute ats Mitglieder der lateiniſchen Kirche, ſo konnte er ſich nicht des Zweifels enthalten, daß die griechiſchen Lrup⸗ ven guf einem Schlachtfelde den Vortheil gegen ſich hätten.

Im ſchlimmſten Falle, ſagte Alexius, welcher ſein Stillſchweigeh begriff, wäre ich beſiegt worden, und unter meinem Schilde gefallen, wie es eines griechi⸗ ſchen Kaiſers würdig iſt, und ich würde nicht genöthigt geweſen ſeyn, zu jenen niedrigen Mitteln meine Zu⸗ flucht zu nehmen, wodurch ich die Krieger heimlich und durch Ueberfall angriff, und meine Soldaten in Ungläubige verkleidete; während die tapferen Verthei⸗ diger des Kaiſerthumes, welche in heimlichen Schar⸗ mützeln geblieben ſind, ehrenvoller für ſie und für mich geſtorben waͤren, indem ſie in ihren Gliedern in ge⸗

ordneter Schlacht für ihren Kaiſer und ihr Vaterland kämpften. Gegenwärtig in der jetzigen Lage der Dinge wird mein Name der Nachwelt überliefert werden, als der eines hinterliſtigen Tyrannen, welcher ſeine Unter⸗ thanen in unangenehme Händel wegen ſeines elenden Daſeyns verwickelt hat. Patriarch! jene Verbrechen ſind nicht mein Werk, aber wohl das der Empörer,

W. Scott's ſaͤmmtl. Werte. r638 Bochn. 4