Teil eines Werkes 
6. Theil (1832)
Entstehung
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muthete, daß mitten im tiefſten Schweigen, welches der Deſpotismus dem griechiſchen Reiche aufzulegen ſchien, dieſes Reich häufig von krampfhaften Zuckun⸗ gen erſchüttert wurde, welche das Daſehn eines unter ſeiner Oberfläche verborgenen Vulkans verriethen. Wäh⸗ rend daher leichte Vergehen, wie offenbare Aeußerun⸗ gen der Unzufriedenheit mit der kaiſerlichen Regierung ſelten waren, und auf das ſtrengſte beſtraft wurden, ſobald ſie geſchahen, wurden die ſchwärzeſten und ge⸗ heimſten Verſchwörungen gegen die Perſon und die Gewalt des Kaiſers von denjenigen angeſponnen, wel⸗ che ihm am nächſten ſtanden; und obwohl er oft ſelbſt von dieſen Anſchlägen unterrichtet war, ſo durfte er doch erſt im Augenblicke des Ausbruches dem gemäß handeln und die Empörer beſtrafen.

Alle Einzelnheiten von dem Verrathe des Cäſars und ſeiner Mitſchuldigen Agelaſtes und Achilles Tatius erfüllten den Patriarchen mit Ueberraſchung; aber am meiſten erſtaunte er uͤber die Gewandtheit, mit wel⸗ cher der Kaiſer, unterrichtet von dem Daſehn einer ſo furchtbaren Verſchwörung im Schooße ſeines Reichs, die Gefahr abzuwenden gewußt hatte, womit ihn die Ankunft der Kriutehe in demſelben Augenblicke be⸗ droht hatte.

In dieſer Hinſicht, ſagte der Kaiſer, welchem der Patriauch ſein Erſtaunen nicht verborgen hatte, habe ich mich in der unglücklichſten Lage befunden. Wenn ich mich auf meine Soldaten hätte verlaſſen können,