44 ner Ausrüſtung, und folgte ihm ungezwungen in einiger Entfernung. Auf dieſe Weiſe eilte Alexius Comnenus auf den Pallaſt des Patriarchen mit ſo großer Schnelligkeit zu, als es geſchehen konnte, ohne Gefahr zu laufen, von den Vorübergehenden bemerkt zu werden. Während ſeines ganzen Weges erſchienen die Vorherſagungen des Agelaſtes unaufhörlich vor ſeinem Geiſte, und ſein Gewiſſen rief ihm viele Handlungen ſeiner Herrſchaft in die Erinnerung, fuͤr welche er keine andere Ent⸗ ſchuldigung fand, als die Nothwendigkeit, dieſe ewige Rechtfertigung der Tyrannen: dieſe Handlungen reich⸗ ten hin, um ihm die furchtbare Strafe zu verdienen, welche ſich ſeit langer Zeit über ſeinem Haupte an⸗ häufte. Als er vor den prachtvollen Thüren, welche die Vor⸗ derſeite des patriarchiſchen Pallaſtes ſchmückten, ange⸗ 3 kommen war, begab er ſich, anſtatt durch den Haupt⸗ eingang zu gehen, in einen kleinen Hof; hier gab er den Zügel ſeines Thieres dem ihn begleitenden Offi⸗ ziere, und blieb vor⸗ einem ſo niedrigen und engen Eingange ſtehen, daß er unmöglich zu irgend einem
bedeutenden Orte zu führen ſchien. Indeſſen ſobald 3 er angeklopft hatte, öffnete ihm ein Prieſter von nie⸗ 1 derem Stande die Thüre; und als der Kaiſer ſich zu erkennen gab, empfing er ihn mit großen Ehrfurchts⸗ bezengungen, und führte ihn in das Innere des Pal⸗ laſtes. Nachdem Alexius geſagt hatte, daß er eine ge⸗


