Teil eines Werkes 
6. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

39 man in der Ferne die von Tankred und ſeiner Schaar bemannten Galeeren und Fahrzeuge aus Scutari ab⸗ fahren, und in der Meerenge nach einer Stelle rudern ſah, von wo ſie bei der Wiederkehr der Fluth ſich in einem Angenblicke in den Hafen von Conſtantinopel begeben konnten.

Alexius Comnenus ſelbſt wurde von dieſer unerwar⸗ teten Maßregel der Kreuzfahrer beſtürzt; doch nach⸗ dem er ſich darüber mit Hereward beſprochen hatte, auf welchen er all ſein Vertrauen ſetzte, und welchem er daſſelbe nicht mehr entziehen konnte, weil es zu ſpaͤt war, beruhigte er ſich wieder, beſonders wenn er an die Schwaͤche der Abtheilung dachte, welche auf ein ſo kuhnes Vorhaben, wie den Angriff der Hauptſtadt, zu denken ſchien. Er ſagte ruhig zu ſeinen Umgebun⸗ gen, man könne nicht wohl annehmen, daß eine Trom⸗ pete das Zeichen zum Gefecht in ſo geringer Entfer⸗ nung vom Lager der Kreuzfahrer geben ſollte, ohne daß ſich unter ſo vielen tapfren Rittern nicht Einige fänden, welche nengierig wären die Urſache dieſes Schalles zu erfahren.

Auch die Verſchworenen empfanden ein geheimes Ent⸗ ſeßzen, als ſie auf der Meerenge die kleine Flotte Tank⸗ reds erblickten. Agelaſtes begab ſich auf einem Maul⸗ thiere an das Meeresufer in der Gegend, welche heut⸗ zutage Galaka heißt. Er begegnete daſelbſt dem al⸗ ten Fährmanne Bertha's, welchen Gottfried losgelaſ⸗ ſen hatte, vielleicht aus Verachtung, vielleicht um die