18 den der Ungläͤnbigen zu befreien, liebet und ehret, ſo habet Mitleiden mit mir, um in eurem Unterneh⸗ men Ruhm und Erfolg zu erhalten.
Fuͤrchtet nichts, junges Maͤdchen, ſagte Ernſt; ich werde euch beſchuͤtzen. Und ihr, Kameraden, laßt euch durch meinen Rath leiten. Waͤhrend ihr lärm⸗ tet, habe ich einen Blick, zwar etwas gegen mein Verſprechen, auf das Pfand ihrer Sendung, welches ſie mir eingehaͤndiget hat, geworfen; und wenn die⸗ jenige, welcher es anvertraut worden iſt, beleidigt oder mißhandelt wird, ſo verlaßt euch darauf, daß Gottfried von Bouillon das ſtrenge ahnden wird.
Wenn du uns dieſe Gewähr geben kannſt, Kame⸗ rad, ſagte Polydor, ſo werde ich mich ſelbſt beeifern, dieſes Maͤdchen in allen Ehren zum Zelte des Herzogs von Bouillon zu geleiten⸗
Die Fuͤrſten muͤſſen im Begriffe ſeyn, darin Rath zu halten, ſagte Ernſt. Was ich geſagt habe, werde ich mit meinem Arme und meinem Leben bewäͤhren und unterſtützen. Ich koͤnnte meine Vermuthungen weiter treiben, aber ich muß dieſes Maͤdchen ſelbſt ſprechen laſſen.
Der Himmel moͤge euch belohnen, wuͤrdiger Knap⸗ pe! ſagte Bertha; und moͤge er euch eben ſo viel Gluͤck als Tapferkeit bewilligen! Um mich macht euch
teine andere Sorge, als mich in Sicherheit vor eu⸗
ren Feldherrn Gottfried zu geleiten. Wir verlieren die Zeit, ſaste Ernſt, und ſprang


