Teil eines Werkes 
5. Theil (1832)
Entstehung
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und den Eber geſtellt hätte. Der Kaͤmpf wurde erſt nach verzweifelten Anſtrengungen beendigt. Das wü⸗ thende Thier blieb auf dem Platze, aber Hereward er⸗ hielt an der Stirne einen Stoß von ſeinen Hauern, und die Narbe dieſer Wunde half der jungen Sächſin zu ſeiner Wiedererkennung.— Ach! ſagte ſie, mas ſind wir ſeit jener Zeit geworden, und was ſind wir noch für einander in dieſem fremden Lande!

Antworte für dich, wenn du es kannſt, meine theure Bertha, ſagte der Wäringer; und wenn du es kannſt, ſage in Wahrheit, ob du noch ſtets jene Bertha biſt, welche für Hereward das Gelöbniß der Liebe gethan hat. Glaube mir, es wäre eine Sünde anzunehmen, daß die Heiligen uns nur vereinigt haben, um uns noch einmal zu trennen.

Hereward, antwortete Bertha, du haſt den Vogel nicht mit mehr Sorgfalt in deinem Buſen bewahrt, als ich ſelbſt. In meiner Heimath wie in der Fremde, in der Freiheit wie in der Knechtſchaft, in der Frende wie in dem Kummer, im Ueberfluſſe wie in der Noth habe ich niemals die Treue vergeſſen, welche ich dem Hereward an dem Odinsſteine ſchwur.

Sprich nicht mehr davon, ſagte Hereward; das war ein gottloſer Gebrauch, und nichts gutes konnte dar⸗ aus entſpringen.

War er wirklich ſo gottlos?2 fragte ſie, während eine unwillkührliche Theäne ihr großes blaues Auge benetzte. Ach! es war ein Vergnügen für mich zu den⸗