89 von Paris, welchen dieſer Ritter über ſeinen Gegner ſo eben gehabt hatte, fiel über ihn her, und hielt ihn, mit zur Erde gekehrtem Geſicht, am Boden.
Der Graf Robert war einer der ſtärkſten Männer in die⸗ ſem kriegeriſchen Zeitalter, aber der Angelſachſe gab ihm darin nichts nach; und wenn dieſer Letztere nicht dadurch einen entſchiedenen Vortheil gehabt hätte, daß er ſeinen Gegner unter ſich hielt, ſo wäre ge⸗ wiß der Ausgang dieſes Kampfes ſchwer voranszuſehen geweſen.
Ergieb dich auf Gnade und Ungnade, ſchrie der Wä⸗ ringer; oder die Spitze meines Dolches ſchickt dich zum Tode.
Ein Franzoͤſiſcher Graf ergiebt ſich nie, antwortete Robert, welcher zu vermuthen begann, mit welchem neuen Feinde er es zu thun hatte, zumal keinem knech⸗ tiſchen Landſtreicher, wie du biſt! Bei dieſen Worten machte er eine ſo plötzliche, ſo ſtarke und ſo heftige Anſtrengung um ſich zu erheben, daß er den Händen des Waͤringers entſchlüpft wäre, wenn nicht dieſer durch Entwicklung aller ſeiner Kraͤfte den einmal er⸗ haltenen Vortheil behauptet hätte. Dieſer erhob als⸗ bald ſeinen Dolch, um mit einem Stoße dem Streite ein Ende zu machen. Aber in demſelben Augenblicke ließ ſich ein rauhes und wildes Gelächter hören, eine kräftige Hand packte ihm den Arm, ein nervigter Arm umſchlang ſeinen Hals, ſtreckte ihn hinterrücks zu Bo⸗ den, und der Graf benutzte dieß um ſich zu erheben.


