Teil eines Werkes 
4. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

12

Gegenſtand kam, den er eigentlich berühren wollte. Er ſprach von dem Kaiſerlichen Thiergarten als von einer köſtlichen naturgeſchichtlichen Sammlung, und machte verſchiedenen Perſonen des Hofes Lobeserhe⸗ bungen, welche in Alexius Comnenus dieſen weiſen und philoſophiſchen Geſchmack erhalten hatten. Aber end⸗ lich verließ er das Lob aller Andern, um bei dem des Nicephorus Briennes zu verweilen, welchem, wie er ſagte, die Thierſammlung von Conſtantinopel ihre haupt⸗ ſächlichſten Schätze verdankte.

Das freut mich, ſagte die hochmüthige Gräfin ohne ihre Stimme zu ſenken, und ohne ihre Geberden ir gend zu verändernz es freut mich, daß er etwas Beſ⸗ ſeres zu thun verſteht, als jungen fremden Frauen in die Ohren zu fliſtern. Glaubt mir: wenner ſeiner Zunge ſolche Zügelloſigkeit gegen die Frauen meines Landes läßt, welche die Zeitumſtände hierherführen koͤnnen, ſo wird er eine finden, welche ihn in den Waſſerfall hiernahebei wirft.

Verzeiht, ſchöne Dame, ſagte Agelaſtes; kein weib⸗ liches Herz vermöchte eine ſo grauſame Handlung ge⸗ gen einen ſo ſchönen Mann, als den Cäſar Nicephorus Briennes, zu erſinnen.

Verlaßt euch nicht zu ſehr darauf; denn bei meiner Schutzheiligen unſerer lieben Frauen der gebrochenen Lanzen, es geſchah nur aus Rückſicht fuͤr dieſe beiden Damen, welche einige Achtung für meinen Gemahl und mich zu zeigen ſchienen, daß dieſer Nicephorus nicht