Teil eines Werkes 
3. Theil (1832)
Entstehung
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107 tend nach Abend geneigt, und wir müſſen nach Con⸗ ſtantinopel zurückkehren.

Habet keine Furcht, ſagte die ſchöne Geſchichtſchrei⸗ berin, ihr werdet bei eurer Rückkehr den Schutz un⸗ ſeres Geleites genießen.

Furcht! Geleit! Schutz! Dieſe Worte kenne ich nicht, Madame. Wiſſet, daß mein edler Ge⸗ mahl, der Graf von Paris für mich ein hinlängliches Ge⸗ leite iſt, und daß, wenn er ſelbſt nicht bei mir wäre, Brunhilde von Aspramont nichts fürchtet, und ſich ſelbſt zu vertheidigen verſteht.

Meine Tochter, ſagte Agelaſtes, wenn mir vergönnt iſt zu ſprechen; ſo will ich euch ſagen, daß ihr die verbindlichen Geſinnungen der Prinzeſſin verkennet, weil ſie ſich ausgedrückt hat, als wenn ſie mit einer Dame ihres eigenen Landes ſpräche. Sie wünſcht von ench einige Gebräuche und Sitten der Franken zu er⸗ fahren, wovon ihr in eurer Perſon ein ſo ſchönes Mu⸗ ſter darbietet; zur Belohnung fuͤr dieſe Belehrungen würde die Durchlauchtige Prinzeſſin euch mit Vergnü⸗ gen den Eintritt in jene ungeheuren Thiergärten ver⸗ ſchaffen, wo die Thiere aus allen Theilen der bewohn⸗ ten Welt auf Befehl unſres Kaiſers Alexius verſam⸗ melt worden ſind, um die gelehrte Wißbegierde jener Philoſophen zu befriedigen, welchen die ganze Schöpfung bekannt iſt von dem kleinſten Damhirſche an, welcher kleiner iſt als die gewöhnliche Ratte, bis zu jenem ungeheuern und ſeltſamen Bewohner Afrikas, welcher