Teil eines Werkes 
3. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

10 Regen kann ſie nicht ſchmelzen. Die Schmeicheleien und Drohungen ſind rein bei mir verloren.

und gerade wegen dieſer Unbeugſamkeit eures Wil⸗ lens, wegen dieſer Verachtung von Allem, was euch umgibt, und was nicht im Kreiſe eurer Pflichten liegt, verlange ich von euch, faſt wie ein Bettler, dieſe Freundſchaft, welche ihr mir grauſam verweigert.

Verzeiht, daß ich daran zweifle, mein Herr. Wel⸗ che Geſchichten ihr immer hinſichtlich meiner habt er⸗ fahren mögen, und dieſe ſind ohne Zweifel übertrie⸗ ben; denn die Griechen haben nicht das ausſchließliche Recht zu Großſprechereien, und die Wäringer können auch einen kleinen Theil davon bekommen haben, ſo könnt ihr doch nichts von mir erfahren haben, was euch erlauben kann mit mir ſo zu ſprechen, wie ihr es thut, ausgenommen im Scherze.

Ihr irrt euch, mein Sohn, ſagte Agelaſtes. Haltet mich nicht für einen Menſchen, der ſich zu euren Landes⸗ leuten in ein Wirthshaus ſetzt, um ſie über euch plau⸗ dern zu laſſen. So wie ihr mich ſeht, kann ich jene verſtümmelte Säule des Anubis berühren, und bei dieſen Worten rührte er mit dem Finger ein Bruch⸗ ſtück einer rieſenmäßigen Bildſaͤule an, welche neben ihm lag, und dem Geiſte, welcher einſt Götter⸗ ſprüche ertheilt hat, befehlen, von Neuem dieſe zit⸗ ternde Maſſe zu beleben. Wir Eingeweihten, wir ge⸗ nießen großer Vorrechte. Wir ſchlagen an dieſe zer⸗ trümmerten Gewölbe, und das Echo, welches ſie be⸗