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8ob, und hinzufuͤgte, er ſey fuͤr Nixon beſtimmt geweſen.
Redgauntlet las, ließ es fallen, ſtarrte auf die Stelle hin, wo es lag, und hob Häͤnde und Augen gen Himmel. Sir Richard Glendale hob das ungluͤck⸗ liche Papier auf, las es und ſagte:„Nun iſt alles vorbei!“ er uͤbergab es Marwell, welcher laut ausriefz „der ſchwarze Colin Campbell, ſo wahr Gott lebt! Ich hoͤrte, er ſey in der lezten Nacht mit Poſt von London gekommen.“
Gleichſam als Echo zu ſeinen Gedanken, hörte man die Geige des alten Blinden, der mit vielem Ausdruck einen Clan-Marſch ſpielte.
„In der That, die Campbells ruͤcken an,“ ſagte Mac Kellar;„ſie kommen uͤber uns mit dem ganzen Bataillon von Carlisle.“
Ein muthloſes Schweigen herrſchte, und zwei oder drei von der Geſellſchaft begannen, ſich hinweg zu⸗ ſchleichen.
Mit dem edlen Geiſt eines jungen engliſchen Edel⸗ manns rief Lord—: Wenn wir Narren geweſen ſind, wollen wir wenigſtens keine Feiglinge ſeyn. Wir ha⸗ ben einen unter uns, der mehr werth iſt, als wir alle, und auf unſere Burgſchaft hieher kam,— laßt uns ihn wenigſtens retten.“
„Recht, ganz recht,“ antwortete Sir Richard Glen⸗ dale.„Laßt uns zuerſt fuͤr den Koͤnig ſorgen.“
„Das ſoll mein Geſchaͤft ſeyn,“ ſagte Redgauntlet; „wenn wir nur Zeit haben, die Brigg zuruͤckzubringen⸗ ſo iſt alles gut; ich will ſogleich Lente in einem Schif⸗ ferbvot abſchicken.“ Er gab Befehle an einige der un⸗ ternehmendſten in ſeinem Gefolge.—„Laßt ihn nur einmal an Vord ſeyn,“ ſagte er,„unſerer ſind genug, mit den Waſſen in der Hand Widerſtand zu leiſten, und ſeinen Ruͤckzug zu decken.“
„Gut, gut!“ ſagte Sir Richard,„und ich werde
die Punkte ausſuchen, die ſich vertheidigen laßen; die


