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11⁵ Darſie.„Das muß Fnirford und Geddes ſeyn.— Dheim, ich muß von Euch verlangen———“
iſt keine Zeit zum Fragen. Ihr ſelbſt ſollt im Laufe einer Stunde über ihr Schicſal entſcheiden,— es ſoll ihnen kein Leid widerfahren,“
Mit diefen Worten eilte er vorwaͤrts an den Ort, wo die inkobitiſchen Edellente ihre Rathsverſammlung hiel⸗ ten, und Darſie folgte ihm, in der Hoffnung, daß das
„Nein, Neffe,“ unterbrach ihn Redgauntlet;„dieß
Hinderniß, das ſich gegen die Fortſeßung ihres verzwei⸗ felten Unternehmens erhoben hatte, unüberſteiglich wer⸗ den, und ihm die Nothwendigkeit eines gefaͤhrlichen und gealtſamen Bruchs mit ſeinem Oheim erſparen wuͤrde. Die Verhandlungen unter ihnen waren hochſt lebhaft; der kuhnere Theil der Verſchworenen, der wenig mehr, als das Leben zu verlieren hatte, wollte auf jede Gefahr vorwaͤrts, waͤhrend die andere, welche nur ihr Ehrgefühl und der Widerwille, ihre langgehegten Grundſätze aufzu⸗ geben, zur Theilnahme bewogen hakte, vielleicht es nicht ungerne ſahen, daß ſie eine Entſchultigung fanden, um eine Unternehmung abzulehnen, worein ſie mehr mit Widerſtreben, als aus wahrem Eifer verwickelt wor⸗ den waren.
Unterdeſſen bediente ſich Jon Krakenthorp der ihm
von Redgauntlet in der Eile ertheilten Erlanbniß, dieje⸗
nigen in ein Zimmer zuſammen zu bringen, deren ſichere
Verwahrung man für nöthig gehalten hatte, und wählte, ohne die Schicklichteit ſehr in Vetracht zu ziehen, zum
gemeinſamen Gefängniß das Simmer, in welchem Li lias
ſeit ihres Bruders Abgang ſich allein befand. Thuͤre
und Schloß waren ſehr feſt, und dieß hatte wohl ſei⸗ ne Wahl geleitet.
Hierher fuͤhrte Jon mit wenig Ceremonien und viel Geräuſch den Quäkèr und Fairford, von denen der erſte die Immoralität, der zweite die Illegalitat des Verfah⸗
rens auseinanderſetzte; Son war aber fuͤr beide gleich
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