Teil eines Werkes 
19. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 5. Bändchen (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

12

Cuch ſo lange uber Gegenſtaͤnde ſprechen ließ, die nur mich betrafen, während ich in volliger Ungewißheit uber Eure Geſchichte und gegenwärtige Lage blieb. Die erſtere iſt nicht ſonderlich intereſſant, und die letztere weder ſehr ſicher, noch ſehr angenehm, antwortete Lilias;jezt aber, mein theuerſter Bruder, werde ich eine unſchatzbare Stütze haben an Eurem Anſehen und Eurer Liebe, und koͤnnten wir nur die ſo nahe bevorſtehende furchtbare Criſis gluͤcklich uber⸗ ſtehen, ſo habe ich fuͤr die Zukunft wenig Furcht. Laßt mich wiſſen, ſagte Darſie,was unſre ge⸗ genwärtige Lage iſt, und verlaßt Ench darauf, daß ich zu Eurer und meiner Vertheidigung das äußerſte ver⸗ ſuchen werde. Aus welchem Grunde kann mein Oheim wuͤnſchen, mich als Gefangenen zuruͤckzuhalten? Wenn aus bloßem Widerſtreben gegen den Willen meiner Mutter, dieſe iſt ſchon lange nicht mehr, und ich ſehe nicht ein warum er wuͤnſchen ſollte, mit ſo viel Beſchwerden und Gefahr den freien Willen eines Menſchen zu beſchraͤnken, der nach wenigen Monaten das Recht erhält, für ſich zu handeln. Mein theuerſter Arthur, antwortete Lilias, denn dieſer Name gebuͤhrt Euch eben ſo wohl, als der Name Darſie, es iſt ein Hauptzug in meines Oheims Charakter, daß er jede Kraft ſeines gewaltigen Gei⸗ ſtes dem Dienſte der verbannten Familie Stuart ge⸗ widmet hat. Der Tod ſeines Bruders, die Verſchleu⸗ derung ſeines eigenen Vermogens haben ſeinem an⸗