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durchflog ihn indeß, wenn er als Rechtsgelehrter bedach⸗ te, daß dieſer Pater wahrſcheinlich in den Augen des Ge⸗ ſetzes ein Verraͤther ſey, und daß es nach dem Criminal⸗ geſetzbuche ein ſchändliches Verbrechen ſey, einen Hoch⸗ verräther nicht anzugeben. Auf der andern Seite, was er auch denken oder argwohnen mochte, ſo konnte er es doch nicht auf ſich nehmen, zu ſagen, der Mann ſey ein Prieſter, denn er hatte ihn nie in ſeinem Amtskleide und nie Meſſe halten ſehen, ſo daß er wohl daran zweifeln konnte, da er keinen geſetzlichen Beweis beſaß. Er kam alſo zu dem Schluß, daß er ſeine Freiheit annehme, und unter des Pater Buvnaventura Gewaͤhrleiſtung zu Red⸗ gauntlet gehen wolle, denn dieſe wuͤrde ihn, wie er kaum zweifelte, gegen perſoͤnliche Unannehmlichkeiten ſchutzen. Sollte er einmal dazu kommen, dieſen Edelmann zu ſpre⸗ chen, ſo fuhlte er noch das naͤmliche Zutrauen zu ſich, wie früher, daß er ihn von der Unbedachtſamkeit ſeines Be⸗
nehmens würde uberzeugen können, wenner auch Darſie
Latimers Freiheit nicht erwirkte. Auf alle Fälle wurde er erfahren, wo ſich fein Freund befinde, und unter wel⸗ chen Umſtaͤnden.
Da Alan nun entſchloſſen war, ſo wartete er mit Begierde bis die Stunde zu Ende ſey, die ihm zur Ue⸗ berlegung geſtattet worden war. Er wurde keinen Augen⸗ blick länger auf die Folter der Ungeduld geſpannt, als bis die beſtimmte Zeit verfloſſen war, denn ſo wie die Glocke ſchlug, erſchien Ambroſius an der Thüre der Gal⸗
lerie und machte ein Zeichen, daß Alan ihm folgen ſolle.
Er that es und trat, nachdem er, wie es in ſo alten Haͤu⸗ ſern gewöhnlich iſt, mehrere verwickelte Gänge durchwan⸗ delt hatte, in ein kleines Zimmer, das beguem eingerich⸗ tet war, und worinne er den Pater Buonaventura auf einem Ruhebette liegen fand, in der Stellung eines von Krankheit und Anſtrengung erſchoͤpften Menſchen. Auf einem kleinen Diſche neben ihm war ein katholiſches Ge⸗ betbuch, ein Flaͤſchchen mit Arznei und eine kleine Thee⸗ taſſe von chineſiſchem Porcellan. Ambroſius trat nicht ins Zimmer, ſondern verbeugte ſich nur tief und verſchloß
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