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Miß Arthuret Flopfte ans Senſter:„Schweſter. Schweſter Angelika.“
„Wer iſt da,“ war die Antwort von innen, „ſeyd Ihr es, Schweſter Seraphina?“
„Ja, ja, oͤffnet die Dhüre, kennt Ihr meine Stimme nicht?“
„Ach ja, Schweſter,“ ſagte Angelika und ſchob alle Riegel weg,„aber Ihr kennt unſere Pflicht, und der Feind iſt wachſam uns zu uͤberfallen— in- cedit vicut leo vorans Ler geht umher, wie ein brül⸗ lender Loͤwe), ſagt das Breviarium.— Wen habt Ihr hiehergebracht? O Schweſter, was pabt Ihr gethan?“
„Es iſt ein junger Mann,“ ſagte Seraphina, eilig ihrer Schweſter Widerrede unterbrechend,„ein Verwandter, glaube ich, von unſrem würdigen Pater Fairförd; er wurde am Thor zurückgelaſſen von dem Capitain des geſegneten Schifſes„die heilige Geno⸗ veva“— faſt todt— und mit Briefen verſchen an——“
Dieſe letzten Worte murmelte ſie nur mit leiſer Stimme.
„MNun, da iſt freilich nicht zu helfen,“ fagte Angelika,„aber es iſt ein unglucklicher Zufall.“
Waͤhrend dieſes Swiegeſpraͤchs zwiſchen den Ve⸗ ſtalinnen von Fairladies ſetzte Dick Gardener ſeine Laſt in einem Seſſel ab, wo die juͤngere Dame nach augenbliclichem Bedenken, das ein geziemendes Wi⸗ derſtreben ausdrückte, die Hand eines Fremden zu be⸗ rüͤhren, ihren Zeigefinger und Daumen an Fairfords Hand legte, und ſeinen Puls befuͤhlte.
„Das iſt Fieber, Schweſter,“ ſagte ſie;„Ri⸗ chard muß Ambroſtus rufen, und wir muͤſſen ihm et⸗ was gegen das Fieber ſenden.“
Lmbroſtus kam ſogleich an, ein ſehr ordentlich und achtbar ausſehender, alter Diener, in der Fa⸗ milie aufgewachſen, und von Stufe zu Stufe in der Arthurets Dienſte geſtiegen, bis er endlich Halbarzt, Halbalmoſenier, Halbkellermeiſter und ganzer Haus⸗ vogt geworden war, d. h. wenn der Pater Beichtiger, welcher ihn oft in der Mühwaltung ſeiner Hausbogtei.


