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„Sein Haar hat die Farbe des meinigen.“ „Das trifft nicht zu,“ verſetzte die Dame, „denn ihr habt rothes Haar.“
„Laßt mich nur ausreden,“ ſagte der Schotte;
„ich wollte ſagen, es ſey von der Farbe des meinigen; jedoch von einem dunkleren Nußbraun. Kurz, Mis⸗ tres, wenn mich nicht Alles trugt, ſo iſt er ein Mann, mit dem ich in vertrauter Bekanntſchaft geſtanden habe und noch ſtehe; ja ich kann in Wahrheit ſagen, daß ich ihm einſt viele Dienſte geleiſtet habe und viel⸗ leicht kuͤnftig noch leiſten werde. Ich hatte aufrich⸗ tige Anhaͤnglichkeit fur ihn, und ich beſorge, daß er ſeit unſerer Trennung in großer Verlegenheit gewe⸗ ſen iſt, aber es iſt nicht meine Schuld. Ihr könnt alſo ſicher glauben, daß der Himmel dieſen Brief, der euch bei demjenigen, an den er gerichtet war, nichts nutzt, deswegen in meine Haͤnde hat fallen laſſen, weil ich beſondere Achtung fuͤr den Briefſteller, und
ſo viel Mitleid und Höflichkeit habe, als mit meinen
Pflichten gegen mich ſelbſt beſtehen kann und daß ich ſtets bereit bin, die Freunde meiner Freunde, wenn ſie in Noth ſind, mit Rath und That zu unterſtutzen,
inſofern es nicht uͤber meine Kraͤfte geht; denn auch
ich bin hier ein Fremdling, der ſein Geburtsland verlaſſen hat, und in jedem Englaͤnder einen Feind zu ſehen genoͤthigt iſt.“ Wäaͤhrend er dies ſagte, las er ohne weitere Umſtaͤnde den Inhalt des Brieſes und


