der Alte ſeiner Tochter durch die int der Zeptt ſich
zeigende geheime Thuͤr.
„Ich verſpreche euch,“ ſugte Martha zu Rigeln
ſo leiſe, daß ihr Vater, ohnehin taub, und jetzt
vollends beſchäſtigt mit ſeiner neuen Erwerbung, ſi ſie nicht horen konnte,„daß dieſe Thuͤr mprgen verna⸗ gelt werden ſoll; dieſe Nacht will ich ihn unauſhör⸗ lich bewachen, ich wuͤnſche euch wohl zu ruhen.“
Dieſe Worte, geſprochen in einem hoͤflicheren Tone, als demjenigen, den ſie bis jetzt gegen ihren Miethsmann angenommen hatte, enthielten einen Wunſch der unerfullt blieb, obgleich ihr Gaſt ſich un⸗ mittelbar nach ihrer Entfernung zu Bette legte⸗
Ein leichtes Fieber, verurſacht durch die Ereig⸗ niſſe des Abends, durchſchauerte Nigels Blut und raubte ihm die Ruhe. Verwirrte, peinliche Gedan⸗ ken durchkreuzten ſeine Seele und je mehr er ſtrebte, ſich in Schlaf zu lullen, je weiter ſchien Morpheus von ſeinem Lager zu fliehen. Vergebens verſuchte er alle in ſolchem Fäͤllen uͤbliche Huͤlfsmittel,— er zählte von eins bis tauſend bis ihm der Kopf ſchwin⸗ delte,— er ſchaute in die gluͤhende Aſche des Ca⸗ minfeuers bis es ſeine Augen verblendete,— er horchte dem Heulen des Windes, dem kreiſchenden Tone der vom Sturme hin?⸗ und herbewegten Wirths⸗ hausſchilder und dem Bellen einiger heimathloſen Hunde, bis ſeine Ohren ermuͤdeten.


