Teil eines Werkes 
2. Band (1822)
Entstehung
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Mit blitzenden Augen und zitternder Hand

packte der Geizhals das dargebotene Gold, wog es 3

mit ſichtlichem Vergnuͤgen auf den Spitzen ſeiner knochernen Finger und zeigte, daß ſelbſt der Beſitz des Goldes denjenigen, der ihm am eifrigſten nach⸗ jagt, nur einen Augenblick befriedigen kann. Denn eines Theils konnte die Muͤnze zu leicht ſeyn, wes⸗ halb er raſch eine kleine Goldwage aus dem Buſen zzog, ſie erſt zuſammen und dann einzeln wog und behaglich belaͤchelte als er ſie vollwichtig fand, ein Umſtand, der um ſo gewinnvoller fuͤr ihn war, da, wie man allgemein ſagte, faſt alle in Alſatien im Umlauf kommende Goldmuͤnzen dort beſchnitten wur⸗ den und nur in dieſem Zuſtande die Freiſtaͤtte von Whitefriars verließen.

Anderntheils ward die Freude des Geizhalſes vurch die Beſorgniß verringert, daß Nigel da er nach ſeiner Aeußerung Whitefriars noch vor Ab⸗ lauf der Zeit zu verlaſſen gedenke, wofuͤr er die Miethe ſo eben ſeinen Händen anvertraut hatte, falls er ſeinen Vorſatz ausfuͤhre, die Wiederbe⸗ zahlung des zu viel bezahlten erwarten mochte. Da aber der Begriff der Wiedererſtattung unter allen Ar⸗ ten von Geldverkehr ſich am wenigſten mit den Grund⸗ ſätzen des Alten vertrug, ſo begann er in die Eror⸗ terung hypothetiſcher Vorſichtsmasregeln einzugehen⸗

und mehrere Gruͤnde geltend zu machend, weshalb