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wird, ohne ſie zu ruͤhmen, fuͤr eine der Schoͤnheiten des Tages gehalten.“
Eine ſolche Einladung ließ ſich nicht ablehnen von einem jungen Manne, der noch kuͤrzlich in ſei⸗ nen eignen Augen auf einer ſo niedrigen Stufe der großen Welt ſtehend, jetzt von einer det erſten Schoͤnheiten unter den Damen von Stande durch ihren Bruder perſoͤnlich eingeladen ward. Willig folgte Nigel dem ſchmeichelhaften Rufe und verlebte einen angenehmen Tag im frohen, ſchoͤnen Kreiſe. Er machte bei dieſem Feſte den dienenden Ritter der Schweſter ſeines Freundes, der ſchoͤnen Graͤfin von Blackcheſter, die zugleich in den Reichen der Mode, der Macht und des Witzes nach der Oberhertſchaſt ſtrebte. Zwar war ſie bedeutend aͤlter als ihr Bru⸗ der, und hatte wahrſcheinlich ſchon ihr ſechſtes Luſtrum zuruͤckgelegt; allein den Mangel an Jugendſtiſche er⸗ ſetzte ſie vollkommen durch hohe Sorgfalt und Ge⸗ ſchmack im Anzuge, durch ſchnelle Kunde von jeder auslaͤndiſchen Mode und durch eine beſondere Gabe, das Ergebniß dieſer Kunde ihren reizenden Zuͤgen und ihrer Geſtalt anzueignen. Bei Hoſe wußte ſie ſo gut als irgend eine Dame im ganzen Zirkel genau zu beurtheilen, ob man dem Monarchen nach ſeinem vorherrſchenden Humor im moraliſchen, politiſchen, gelehrten oder ſcherzhaften Tone zu antworten habe 3 auch glaubte man, ſie ſei ſehr thaͤtig geweſen, durch


