machen kann. Erinnere dich, unbefleckter Nigel, daß wir in London ſind, nicht in Leyden,— daß wir das Leben, nicht Buͤcherweisheit ſtudiren; halte Stand gegen die Vorwuͤrfe deines gar zu zarten Ge⸗ wiſſens, und wenn du, wie ein guter Rechner die Handlungen des Tages außhlſt, ſo ſage dem zuͤr⸗ nenden Geiſte deines Vaters, bevor du, in dein Kiſſen gehuͤllt, die Rechnung abſchließeſt, daß, wenn auch deine Ohren das Geklapper der Teuſelsknochen vernahmen, deine Hand ſie nicht beruͤhrte,— daß wenn dein Auge einer Schläͤgerei zwiſchen zwei zan⸗ kenden Burſchen zuſchaute, deine Klinge in ihrem Streite nicht entbloßt ward.“
„Nun dies Alles mag weiſe und auch witzig ſeyn,“ erwiederte Nigel;„doch geſtehe ich, daß Cw. Lordſchaft und andere Männer vom Stande, mit denen wir ſpeiſeten, meines Beduͤnkens fuͤglich einen Verſammlungsort haͤtten waͤhlen koͤnnen, wo ſich keine Renommiſten eindrängen duͤrfen, und wo ein beſſerer Ceremonienmeiſter, als jener ſtemde Aben⸗ teurer der Geſellſchaft vorſteht.“
„Alles wird beſſer werden, Sanct Nigel, wenn du erſt als ein neuer Peter der Eremit auſtre⸗ ten wirſt, einen Kreuzzug gegen Wuͤrfeln, Zechen und Schmauſen zu predigen. Wir wollen zum Mit⸗ tagsmahle in der Kirche zum heiligen Grabe zuſam⸗ menkommen, auf dem Chor ſpeiſen, und in der


