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von Stand⸗ beſucht werde und nur ſchickliche Zeit⸗ vertreibe dort ſtatt faͤnden.
Lord Dalgarno ſchlug ſeinem Freunde kein Spiel vor, und ſpielte auch ſelbſt nicht, ſondern ſchlenderte von einem Spieltiſch zum andern, machte Bemer⸗ kungen uͤber das Gluck der Spielenden und ihre Ge⸗ ſchicklichkeit in der Benutzung deſſelben und unterhielt ſich mit den vornehmſten und angeſehenſten Gäſten. Endlich ſchien er ſich ploͤtzlich zu beſinnen, daß an jenem Nachmittage der beruͤhmte Schauſpieler Bur⸗ bage die Hauptrolle in Shakespears Konig Richard ſpiele und daß er einem Fremden in London wie Lord Glenvarloch keinen hoͤhern Genuß gewäͤhren konne, als ihn in dieſe V Vorſtellung zu fuͤhren;„wofern nicht etwa,“ fliſterte er ihm ins Ohr,„auch das Theater ſo wie das Speiſehaus mit einem vaͤterlichen Inter⸗ dicte belegt iſt.“
„Ich hoͤrte meinen Vater nie von Schauſpielen ſprechen; denn ſie ſind erſt ſpaͤter Sitte geworden und waren damals in Schottland noch unbekannt, doch, wenn das wahr iſt, was ich zu ihrem Nach⸗ theile gehort habe, ſo zweifle ich ſehr, daß er ſie ge⸗ billigt haben würde.“
„Nicht gebilligt?“ rief Lord Dalgarno aus;— „wie? Georg Buchanan ſchrieb Trauerſpiele, und
ſein königlicher Zoͤgling, gelehrt und weiſe wie er
ſelbſt, beſucht ſie; es iſt daher faſt Hochverrath, ſich


