Chrenſache, worin er das Ungluͤck gehabt hatte, ſei⸗ nen Gegner, obwohl dieſer der beſte Fechter im ſudlichen Frankreich geweſen ſey, zu tödten. Seine Anſpruͤche auf hohen Stand wurden unterſtutzt durch einen Federhut, einen langen Raufdegen und einen eben noch nicht ſehr abgetragenen Anzug von ge⸗ ſtickter Seide, der nach der neueſten Pariſer Hof⸗ mode gemacht, und gleich einer Pfingſtmaye mit un⸗ zähligen Bändern geziert war, von denen er wenig⸗ ſtens fuͤnfhundert Ellen an ſich trug. Doch ungeach⸗ tet dieſer Verſchwendung von Decorationen gab es
Viele, welche den Rikter ſo ganz fuͤr ſeine der⸗ mglige Lage geeignet fanden, daß ihrer Meinung
nach die Natur nie die Abſicht gehabt haben konnte, ihn auch nur einen Zoll breit hoͤher zuſtellen. Lord Dalgarno und andere junge Maͤnner von Stande trieben daher ihren Zeitvertreib damit, den Herrn von Beaujeu mit verſtellter, ceremonieuſer Höflichkeit zu behandeln. Seit dies der einfoͤltigere Theil der Gäſte wahrnahm, bezeigten ſie ihm, mißkennend die Jronie, im Ernſte viele Achtung. Da des Gas⸗
cagners natuͤrliche Anmaßung hiedurch noch geſtei⸗ 9
gert ward, ſo uͤberſchritt er nicht ſelten die Grenzen ßiner Lage und hatte mithin manchmal den Verdruß, guf eine höchſt unangenehme Weiſe in jene Grenzen unichewieſn zu werden.


