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Verfaſſer. Ich frage nichts darnach, was ich trinke, wenn nur der Trunk geſund iſt.
Capitatn. So ſorgen Sie doch wenigſtens für
Ihren Ruf.
Verfaſſer. Meinen Ruf?— Ich will Ihnen eben ſo antworten wie ein ſinnreicher, geſchickter und er— fahrner Sachwalter, als er den berufenen Jem Mac Coul vertheidigte. Der Generalanwald legte großes Gewicht darauf, daß der Angeklagte ſich welgerte, ge⸗ wiſſe Frogen zu beantworten, die, wie er ſagte, Jeder⸗ mann, der nur einige Achtung fuͤr ſeinen guten Ruf hatte, zu beantworten kein Bedenken tragen wuͤrde. „Mein Client,“ ſagte der Sachwalter,„iſt ſo ungluck⸗ lich, keine Achtung für ſeinen Ruf zu haben und ich wuͤr⸗ de nicht mit der gehoͤrigen Offenherzigkeit gegen den Ge⸗
richeshof verfahren, wenn ich behaupten wollte, er habe
irzend einen Ruf, der ſeiner Aufmerkſamkeit werth waͤ⸗ re“— Ich bin, obwohl aus ganz verſchiedenen Gruͤn⸗ den in Jem Mac⸗Couls gluͤcklichem Zuſtande der Gleich⸗ guͤligkeit. Möge der Ruf denen folgen, die eine koͤr⸗ perliche Geſtalt haben, ein Schatten,— und ein un— perſonlicher Verfaſſer iſt nichts weiter, als dies,— kann keinen Schatten werfen. Capitain. Sie ſind jetzt vielleicht nicht mehr ſo unperſönlich als zuvor. Die Briefe an ein Mitglied der Univerſitaͤt Oxford.— Verfaſſer. Zeigen den Witz, das Genie und das Zartgefuͤhl des Autors, welche ich von Herzen an einen wichtigeren Gegenſiand verwandt zu ſehen wuͤnſchte; ſie zeigen uͤberdies, daß die Beibehaltung meines Inco⸗ gnito früh ſchon Talente mit der Etoͤrterung eines ſeltſa⸗ men Beweisſatzes beſchäftigt haben. Allein eine Streit⸗ ſache, ſo ſinnreich ſie auch verfochten wird, iſt darum noch nicht gewonnen. Erinnern Sie ſich nur an die ſchoͤn⸗ verflochtene Kette artificieller Beweisgruͤnde, wodurch man die Anſpruͤche des Philipp Francis auf„Junius Briefe“ darthun wollte. Anfangs ſchienen Sie unwi⸗ derleglich; gleichwohl iſt ihr Einfluß auf die oͤffentliche Meinung jetzt ganz dahingeſchwunden und der Verfaſſer
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