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„Und iſt unter allen denen, die am Hofe leben, wohl ein Einziger zu finden, der ſeine Vermoͤgens⸗ angelegenheiten geordnet nennen kann, und deſſen Einkuͤnfte nicht weniger als unſicher ſind?“ erwie⸗ derte Lord Dolgarno;„Jeder verliert oder gewinnt.
Die Reichen kommen hieher, um ihrem Reichthum
los zu werden; dagegen winkt den durch Hofgunſt Begluͤckten die, ſo wie ihr, mein theurer Glenvar⸗ loch und ich ſelbſt, wenig oder gar kein bedeutendes Vermoͤgen beſitzen, die Ausſicht, Rbeilmhmer an der † Beute der Reichen zu werden.“
„Ich habe keine Ehrſucht dieſer Art,“ entgeg⸗ nete Nigel,„und haͤtte ich ſie, ſo muß ich euch offen erklaͤren, Mylord, daß ich keine Mittel in Haͤnden habe, eine ſolche Laufbahn zu beginnen; denn bis jetzt kann ich ſelbſt den Anzug, den ich trage, noch nicht mein eigen nennen; ich bin den Preis deſſelben noch ſchuldig und,— ich ſchaͤme mich nicht, es zu
ſagen,— der Freundſchaft jenes braven Mannes
dort.“ „Nun, ich nicht wieder lachen, wenn ich mich deſſen nur irgend enthalten kann,“ verſetzte Lord Dalgarno.„Aber Mylord, warum wandtet ihr euch an einen reichen Goldſchmidt, um euch die noͤthigen Ausruſtungskoſten zu verſchaffen? Ich hätte euch zu einem ehrlichen, willig creditirenden Kleidermacher fuͤhren koͤnnen, der euch ein halbes Dutzend Anzuge


