238
——
ſtelle euch den Lord Nigel Olifaunt, Freiherrn von Glenvarloch vor, das Haupt eines der älteſten und maͤchtigſten freiherrlichen Haͤuſer Schottlands.— Mylord Glenvarloch, es iſt Se. Herrlichkeit, der Her⸗ zog von Buckingham, Sohn des Ritters Georg Vil⸗ liers*), aus Brookesby in der Graſſchaſt Leiceſter, dem ich euch vorzuſtellen die Ehre hatte.“
Hoch erroͤthend gruͤßte der Herzog verachtungs⸗ voll den Lord Glenvarloch,— ein Gruß, den Letzte⸗ rer mit ſtolzer Miene und zuruͤckgehaltenem Unwil⸗ len erwiederte.„Wir kennen alſo einander,“ ſagte der Herzog. Nach einer augenblicklichen Pauſe, und als ob er in den Zuͤgen des jungen Lords irgend et⸗ was wahrgenommen haͤtte, welches gegen ihn einen ernſteren Ton heiſchte, als den bittern Hohn, in dem er ſich ſo eben ausgeſprochen hatte, fuͤgte er hin⸗ zu:„Wir kennen einander— und ihr, Mylord, erkennt von nun an in mir euren Feind!“
„Ich danke euch fuͤr eure Offenheit, Herr Her⸗
*) Bekanntlich gehörten in Großbritannien die Freiherren(Ba- rons) zum hohen, die Ritter(knights) als ſolche, aber zum niedern Adel. Der, wie an einem andern Orte be⸗ merkt iſt, erſt, von Jacob I. eingeführte Baronets⸗Lldel iſt als eine Mittelſtufe zwiſchen dem Hohen- und Riedern⸗Adel zu betrachten. um deſto größer war, alſo damals der Ab⸗ ſtand der Geburt Nigels, von der des emporgekommenen Günſtlings, und um deſto kränkender für dieſen die Vorſtel⸗ tungs⸗Formel des alten Lords. d. U.


