Teil eines Werkes 
1. Band (1822)
Entstehung
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griffe eingeflößt, die auf feſte Treue und Glauben, und eine Moral, die auf das zarteſte Ehrgefuͤhl ſich

ſiuͤtzten. Auch der vorherrſchenden Schwaͤche des

ſchottiſchen Nationalcharakters,— einem uͤbertrieb⸗ nen Geburtsſtolze, und einem Hange, den Werth und die Wichtigkeit Anderer nach der Zahl und dem

Ruhme ihrer verſtorbenen Ahnherrn abzuwagen, war

er nicht entgangen; allein dieſer Familienſtolz war durch Urtheilskraft und feine Lebensart faſt ganz verſteckt, und dadurch kaum merklich geblieben. Der junge Nigel Olifaunt, Lord Glenvarloch, deſſen Bild wir hier auſſtellten, war in dem Augenblick, wo unſre Geſchichtserzäͤhlung ſich mit ihm zu beſchaͤf⸗ tigen begann, in der groͤßten Verlegenheit uͤber das Schickſal ſeines treuen und einzigen Dieners. Richard Moniplies war von ſeinem jungen Gebieter am vor⸗ hergehenden Tage, Morgens fruͤh in die königliche Reſidenz zu Weſtminſter abgeſchickt, und noch nicht zuruͤck gekehrt. Von demjenigen, was ihm Abends begegnet war, iß der Leſer bereits unterrichtet, und weiß in ſoweit von Richard mehr, als ſein Herr, der ſeit vier und zwanzig Stunden nichts von ihm gehoͤrt hatte. Dame Nelly beobachtete inzwiſchen

ihren Gaſt mit einiger Aengſtlichkeit und großem Ver⸗

langen, ihn wo moͤglich zu troͤſten. Sie beſetzte den

Fruͤhſtuͤcktiſch mit einem vortrefflichen Stuͤck kalten Poͤkelfleiſches nebſt ſeinen gewohnlichen Begleitern, 4