.
39
——
einen Freund finden, wenn ihr einen verdient, und insbeſondere, wenn ihr mir auſrichtig antwortet.“
„Was haͤlfe es mir, wenn ich gegen euch Un⸗ wahrheit reden verſetzte der ehrenwerthe Nordbritte.
„Nun, wohlan denn!“ ſo begann Meiſter Georg ſein Verhoͤr,„ich vermuthe, ihr ſeyd ein Sohn des alten Mungo Monoplies, des Fleiſchers unſern dem Weſtthore.“
„Ich glaube, ihr ſeyd ein Zauberer, g Herr,“ ſagte Richard mit erzwungenem Lächeln.“ Und wie konntet ihr vorhin andeuten, daß ihr aus einem adlichen Hauſe abſtammtet?“
„Genau genommen kann ich zwar auf keine adliche Abkunſt Anſpruch machen,“ entgegnete Ri⸗ chard,„ aber ich hoͤrte viel von einem gewiſſen Gra⸗ fen Veit von Warwick, der ehemals hier in Suͤd⸗ brittannien gelebt und wegen ſeiner Geſchicklichkeit im Tödten wilder Schweine und aͤhnlicher Thiere be⸗ ruhmt geweſen iſt, und bin doch vollkommen über⸗ zeugt, daß mein Vater mehr Eber, Ochſen, Kuͤhe, Kälber, Schaaſe, Lämmer und Saͤue getödtet hat, als die geſammte Pairſchaſt von England.“*)
„Ihr ſeyd ein loſer Schelm,“ verſetzte Meiſter
) Eine Anſpielung auf die bekannte Jaadluſt des engliſchen hohen Adels. d. u.


