Hier ward der verdrießliche Mechaniker durch den Eintritt eines ernſten Buͤrgers deſſen Aeußeres große Wohlhabenheit verrieth, unterbrochen.„Nun, mein alter Freund,“ fragte vertraulich der Eintretende mit herzlichem Haͤndedruck,„was hat euch ſo außer Faſ⸗ ſung gebracht?“ Der Fremde war einfach aber reicher als ge⸗ wöhnlich gekleidet; er trug weite, faltige Beinklei⸗ der von ſchwarzem Sammet, gefüttert mit purpur⸗ ner Seide, welche den Rand des Schlitzes zierte. Sein Wamms war von purpurfarbenem Tuche, und ſein kurzer ſammtner Mantel von gleicher Farbe mit den Beinkleidern, beides geſchmuͤckt mit einer großen Menge kleiner Knoͤpſe von künſtlicher ſlberner Fili⸗ granarbeit, Um den Hals trug et eine dreifache goldne Kette, und im Guͤrtel anſtatt eines Schwer⸗ tes oder Dolchs ein Tiſchmeſſer nebſt einer ſilbernen
Capſel, welche Schreibmaterialien zu enthalten ſchien.
Man haͤtte ihn fuͤr einen in Staatsdienſten ſtehenden Secretair oder Schreiber halten koͤnnen, waͤren nicht ſeine niedrige, platte und ungeſchmuͤckte Muͤtze und ſeine wohlgeſchwaͤrzten glaͤnzenden Schuhe ein ſiche⸗ res Zeichen geweſen⸗ daß er ein Buͤrger aus der City ſey. Er war wohlgewachſen, mittler Groͤße, und ſchien, obwohl vorgeruͤckt in Johren, einer trefflichen Geſundheit zu genießen. Sein Blick verkundigte Scharfſinn und gute Laune, und das Anſehn von


