ſuchte der Barde in den Taſchen ſeiner faltigen Bein⸗ kleider herum, bis er in einem Winkel ein 5 Pence⸗Stuͤck aufſand.„Dies fur deinen Witz, mein guter Burſche.“
„Großen Dank,“ erwiederte Vincent.„Bei der Vorſtellung eures naͤchſten Stuͤcks will ich einen Trupp laͤrmender Burſche mit ins Theater bringen, welche alle Kritiker im Parterre und die Stutzer hin⸗
ter den Couliſſen hoflich machen ſollen, oder der Vor⸗
hang ſoll in Rauch aufgehn.“
„Nun, das nenn' ich ſchlecht,“ ſagte Lunna, als der Poet ſeines Weges gegangen war,„dem ar⸗ men Reimer ſein Bischen Geld abzunehmen.“
„Ey du Murrkopf,“ entgegnete Vincent;„hat er nichts mehr uͤbrig, ſich Kaͤſe und Radieschen zu kauſen, ſo wird er nur um einen Tag fruͤher bei ir⸗ gend einem Beſchuͤtzer oder bei einem Schauſpieler zu Mittage eſſen; denn dies iſt 5 Tage in der Woche ſein Schickſal. Es iſt unnatuͤrlich, daß ein Poet fur ſich ſelbſt eine Flaſche Bier bezahlt; ich will ſein 5 Pence⸗Stuͤck fur ihn vertrinken, um ihn vor ſolcher
Schande zu retten; und wenn der Abend der Vor⸗ ſtellung ſeines Schauſpiels herankommt, ſo ſoll er die Valuta ſeines 3 Pence⸗Stuͤcks haben; das ver⸗
ſpreche ich dir.— Aber hier koͤmmt ein anderer muth⸗
maßlicher Kunde. Sieh' doch dieſen närriſchen Kerl, wie er jeden Laden angafft, als wollte er die Waaren verſchlingen.— Sieh'! jetzt hat er die St. Dun⸗


