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ſchen Vörurtheilen Meiſter David den auf ſeine Her⸗ kunſt ſtolzen Juͤngling gelehriger, Ordnung lieben⸗ der und aufmerkſamer auf ſeine Dienſtpflicht, als ſei⸗ nen weit thaͤtigeren und gewandteren Genoſſen. Auch dadurch machte ſich Tunſtall beim Meiſter beliebt, daß er einen Hang zum Studium der abſtracten theo⸗ retiſchen Kenntniſſe der Uhrmacherkunſt verrieth, de⸗ ren Grenzen mit der Vervollkommnung der Mathe⸗ matik täͤglich erweitert wurden. Vincent uͤbertraf
ſeinen Kameraden viel weiter als das Verhaͤltniß ih⸗
rer Dienſtzeit mit ſich brachte, in allen practiſchen und mechaniſchen Zweigen der Kunſt, und noch mehr in allen Handelsgeſchaͤften des Ladens. Dennoch pflegte Meiſter David zu ſagen: zwar wiſſe Vincent Alles beſſer anzugreifen, allein Tunſtall kenne weit genauer die Grunvſätze, nach welchen es geſchehen muͤſſe, und mitunter aͤußerte er gegen den Letzteren: er habe zu genaue Kunde von theoretiſcher Vollkom⸗ menheit, als daß er jemals mit practiſcher Mittel⸗ maͤßigkeit zufrieden ſeyn werde.
Tunſtall war von Natur ſchuͤchtern, und hatte großen Hang zum Studiren; dagegen fuͤhlte er ſich in den Ladengeſchaͤften, wenn er gleich gegen jeder⸗ mann hoflich und verbindlich war, nie an ſeinem Platze. Uebrigens war er gut gewachſen und wohl⸗ gebildet, hatte hellblaue Augen, eine griechiſche Naſe, ſchones Haar, und Geſichtszuge, in denen ſich Ver⸗
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