Teil eines Werkes 
1. Theil (1832)
Entstehung
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neigte ſich kaum eine Sekunde über den Schläfer, um den Zwiſchenraum zwiſchen dem ſilbernen Harniſch und ſeinem Leibe, welcher kaum davon bedeckt wurde, zu erſpähen; aber in dem Angenblicke, wo der Stoß ge⸗ ſchah, erhob ſich der Wäringer mit Blitesſchnelle, drückte den bewaffneten Arm des Meuchelmörders mit dem Stiele ſeiner Streitaxt zurück, und verſetzte, in⸗ dem er alſo den ihm beſtimmten Stoß abwendete, dem Griechen einen ſo furchtbaren dagegen, wie dieſer nie in der Ringſchule gelernt hatte, auszuführen. Se⸗ baſtes hatte kaum Zeit, ſeine Kameraden, welche auf der Mauer waren, zur Hülfe zu rufen. Sie hatten den ganzen Vorgang mit angeſehen, und wurden nun gewahr, wie der Wäringer einen Fuß auf ihren am Boden liegenden Spießgeſellen ſetzte, und ſeine furcht⸗ bare Waffe in der Luft ſchwang, ſo daß das Gewölbe von ihrem unheilweiſſagenden Pfeiffen widerhallte; doch hielt er einen Augenblick mit erhobener Axt inne, bevor er ſeinem Feinde den letzten Schlag verſetzte. Unter der Wache entſtand eine Bewegung, als wollten Einige hinabgehen, um dem Sebaſtes beizuſtehen, ohne jedoch einen großen Eifer zu bezeigen; aber Harpay befahl ihnen eiligſt mit halblauter Stimme, davon ab⸗ zuſtehen.

Jeder bleibt auf ſeiner Stelle, was da auch kom⸗ men mag, ſagte er zu ihnen. Ich ſehe einen Haupt⸗ mann von der Leibwache herannahen. Das Geheimniß weiß Niemand als wir, wenn der Wilde den Mitylener