— 274
ſage nichts, hatt' ich ſie oder nicht. Aber gewiß, den Damen zu dienen, und ſich zu ihren Launen herab zu laſſen, ſelbſt wenn ſie etwas frei oder fan⸗ taſtiſch ſind, iſt die wahre Lebensart eines Mannes von edlem Gebluͤt.“
Bei aller Niedergeſchlagenheit konnte ſich Peveril doch kaum des Laͤchelns enthalten, als er auf das pygmaͤenartige Geſchoͤpf hinſah, welches dieſe Ge⸗ ſchichten mit nnendlicher Selbſtgefäͤlligkeit erzaͤhlte, und geneigt ſchien wie ſein eigner Herold, zu ver kuͤndigen, daß er ein wahres Muſter der Tapferteit und der Galanterie geweſen, obgleich Liebe und Waffen bei ſeinem runzligen und verwitterten Anſe⸗ hen und ſeinen eingeſchrumpften Gliedern ganz un⸗ vereinbare Beſtrebungen zu ſein ſchienen. Julian vermied es aber ſogfaͤltig, ſeinem Geſellſchafter wehe zu thun, daß er ſich vielmehr in ſeine Laune zu ſchicken ſuchte und ſagte:„unſtreitig muͤßte ein Mann, wie Sir Gottfried Hudſon, an Hoͤfen und im Lager erzogen, genau wiſſen, wann er perſoͤnliche Freiheiten ſich gefallen laſſen, und wann er ſie in Schranken halten ſollte.“
Der kleine Ritter fing an, mit großer Lebhaf⸗ tigkeit, jedoch mit einiger Schwierigkeit, ſeinen Sitz von der gegenuͤber ſtehenden Seite des Feuers zu der, wo Julian ſaß, zu ſchleppen, und endlich gelang
M 2


