Teil eines Werkes 
3. Band (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

262—

daß er nicht ganz frei von dem ungluͤcklichen Ge⸗ ſchmack war, welcher Menſchen, die von der Natur durch perſoͤnliche Mißgeſtalt ausgezeichnet ſind, ver⸗ leitet, ſich durch den Gebrauch auffallender Farben und fantaſtiſch und außerordentlich geformter Klei⸗ dungsſtuͤcke bemerklich und zugleich laͤcherlich zu ma⸗ chen. Aber die Stickereien und Verbraͤmungen des armen Gottfried Hudſon, und ſein uͤbriger Putz wa⸗ ren ſehr abgenutzt und verblichen durch die Zeit, die er im Gefaͤngniß unter der unbeſtimmten und bos⸗ haften Anklage zugebracht hatte, daß er auf die eine oder die andere Art ein Mitſchuldiger in dieſem Alles an ſich ziehenden, Alles verſchlingenden Strudel ei⸗ ner papiſtiſchen Verſchwoͤrung waͤre— einer Be⸗ ſchuldigung, die, wenn ſie auch vom Munde des Schlechteſten und Boshafteſten ausgeſprochen wurde, zu jener Zeit uͤbermaͤchtig genug war, den lauterſten Ruf zu beflecken. Es wird ſich ſogleich zeigen, daß in der Denkungsart und dem Tone der Unterhaltung des ungluͤcklichen Mannes etwas der abgeſchmackten Art ſeiner Tracht Aehnliches war; denn ſo wie in der letztern ein guter Stoff und koſtbare Verzierun⸗ gen durch die fantaſtiſche Form, in der ſie aufgeſtutzt waren, laͤcherlich gemacht wurden, ſo wurden die Funken von geſundem Verſtande und edlem Gefuͤhl, die der kleine Mann oft hervorſchimmern ließ, zum