Teil eines Werkes 
3. Band (1822)
Entstehung
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genorth die Stunden der Niedergeſchlagenheit nach dem Tode ſeiner Frau und ſeiner Familie zugebracht hatte. Es war jetzt, wie zum Empfang einer Ge⸗ ſellſchaft, erleuchtet, und fuͤnf bis ſechs Perſonen ſaßen darin, in der einfachen, ſchwarzen, foͤrmlichen Tracht, auf welche die foͤrmlichen Puritaner dieſer Zeit hielten, zum Zeichen ihrer Verachtung der Sitten an dem uͤppigen Hofe Karls des Zweiten, wo Aus⸗ ſchweifung im Putz, gleich den Ausſchweifungen jeder

andern Art, ſehr zum herrſchenden Tone gehoͤrte. Julian warf erſt nur fluͤchtige Blicke auf die Reihe ernſthafter und finſterer Geſichter, aus welchen dieſe Geſellſchaft von Maͤnnern beſtand, die es viel⸗ leicht aufrichtig meinten mit ihren Anſpruͤchen auf eine hoͤhere Reinheit des Betragens und der Sitten, bei welchen aber dieſer hohe Ruhm durch eine af⸗ fectirte Strenge in der Tracht und den Manieren etwas beſchraͤnkt wurde, wie bei jenen Phariſaͤern vor Alters, welche ihre Denkzettel breit machten, und ihr Faſten und ihre ſtrenge Puͤnktlichkeit in Beobachtung des Geſetzes vor den Leuten ſehen laſ⸗ ſen wollten. Ihre Kleidung waren gleichfoͤrmig ein ſchwarzer Mantel und ein ſteif und dicht anliegen⸗ des Wams, ohne Beſetzung oder irgend eine Sticke⸗ rei, ſchwarze niederlaͤndiſche Beinkleider und Struͤm⸗ pfe, und eckig auslaufende Schuhe mit großen von A 2 3